Ausstellung

Kollektivverpflegung.
Die Konsumgenossenschaften in der DDR

Kaufhallen, Gaststätten, Sozialeinrichtungen – der „Konsum“ war im DDR-Alltag stets präsent. Seine vielfältigen Tätigkeitsfelder veranschaulicht nun eine Fotoausstellung, die das ZZF Potsdam an seinem Standort „Am Neuen Markt 9d“ zeigt. Zu sehen sind dort rund 60 Fotografien auf vier Etagen des Instituts.

Der Konsum in der DDR mit seinen Verkaufsstellen, Kaufhallen, Warenhäusern, mobilen Verkaufseinrichtungen und dem von 1960 bis 1975 bestehenden Versandhaus, seinen Gaststätten, Produktions- und Sozialeinrichtungen: Die Fotoausstellung präsentiert die aus dem Alltag der DDR nicht wegzudenkenden vielfältigen Tätigkeitsfelder der Konsumgenossenschaften. Die Aufnahmen geben Einblick in das Erscheinungsbild und die Arbeitsbedingungen des Handels und der Konsumgüterproduktion in der DDR.

Mit Befehl Nr. 176 vom 18. Dezember 1945 hatte die Sowjetische Militäradministration den Konsumgenossenschaften die Erlaubnis wirtschaftlicher Tätigkeit in ihrer Besatzungszone erteilt. Der „Konsum“, wie er seitdem kurz und mit Betonung auf der ersten Silbe genannt wurde, war für die Verteilung von Lebensmitteln und Gebrauchsartikeln zuständig, erhielt einen eigenen Fuhrpark für die Versorgung der Bevölkerung und durfte Waren des allgemeinen Bedarfs produzieren. Der Konsum entwickelte sich in der DDR rasch und hatte bis zu 4,6 Millionen Mitglieder, die auf ihre Einkäufe eine Rückvergütung erhielten. Trotz politisch gewollter Benachteiligung gegenüber der „volkseigenen“ Handelsorganisation (HO) durch Konzentration auf die Versorgung des ländlichen Raums und Benachteiligung bei der Warenverteilung blieben die Konsumgenossenschaften mit 30 Prozent des Einzelhandelsumsatzes und bis zu 30.000 Geschäften sowie 6.000 Gaststätten wichtige wirtschaftliche Akteure.

Die Fotografien entstanden im Auftrag des Verbandes Deutscher Konsumgenossenschaften oder wurden von ihm zu Publikationszwecken, unter anderem in der Wochenzeitung „Der Konsumgenossenschafter“ zusammengetragen und befinden sich heute im Archiv der Zentralkonsum eG in Berlin.

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: 10-17 Uhr
Freitag: 10-15 Uhr

Der Eintritt ist frei

Kontakt

Bibliothek
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Tel.: 0331/ 745101-32

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Veranstaltungsort

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
(Eingang zur Bibliothek)
Am Neuen Markt 9d
14467 Potsdam
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