Umwelt

Leibniz Arena im Landtag Bayern

Abgeordnete und Wissenschaftler im Austausch zur Energiewende

Auf der Klimakonferenz in Paris im Herbst 2015 haben die Industrie- und Schwellenländer vereinbart, gemeinsam gegen den Klimawandel vorzugehen. Das Ziel: Die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius zu begrenzen, womöglich gar auf 1,5 Grad. Konkret bedeutet dies den Abschied der Weltgemeinschaft von fossilen Energien. Dass Atomenergie keine Alternative mehr sein sollte, ist spätestens seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima klar. Doch wie soll die Energiewende vollzogen werden? Welches Umdenken muss im Alltag erfolgen, etwa in Fragen von Mobilität und effizienter Verkehrsmittelnutzung? Wie steht es um die Zukunft der erneuerbaren Energien, um den Ausbau von Stromtrassen und um die Einhaltung von Abstandsregelungen bei Windkrafträdern?

Diese und weitere Fragen zur Energiewende in Deutschland waren Thema der ersten „Leibniz Arena“, zu der die Leibniz-Gemeinschaft am 15. März in den Bayerischen Landtag geladen hatte. Vier Leibniz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen sowie Leibniz-Präsident Matthias Kleiner standen den Gästen Rede und Antwort – etwa die Hälfte davon Abgeordnete quer durch die Fraktionen.

Es begrüßten die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), aus der SPD-Landtagsfraktion Natascha Kohnen sowie der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

Die Veranstaltung war Auftakt der Reihe „Leibniz Arena“ im Leibniz-Jahr 2016, das anlässlich des 370. Geburtstags und des 300. Todestags von Gottfried Wilhelm Leibniz stattfindet.

Andreas Heddergott Ilse Aigner (CSU), Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und Abgeordnete des Landtags Bayern
Andreas Heddergott Natascha Kohnen (SPD-Landtagsfraktion)
Andreas Heddergott Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
Andreas Heddergott Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)
Andreas Heddergott Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
Andreas Heddergott Karen Pittel, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
Andreas Heddergott Wolfgang M. Heckl, Deutsches Museum
Andreas Heddergott Ilse Aigner (CSU) und Markus Stümpfig (Landtagsfraktion Die Grünen)
Andreas Heddergott Hans Ritt (CSU-Landtagsfraktion)
Andreas Heddergott Markus Blume und Gudrun Brendel-Fischer (CSU-Landtagsfraktion)
Andreas Heddergott Wolfgang M. Heckl und Matthias Kleiner
Andreas Heddergott Matthias Kleiner und Ilse Aigner
Andreas Heddergott Matthias Kleiner, Natascha Kohnen, Weert Canzler, Claudia Kemfert, Ilse Aigner, Wolfgang M. Heckl und Karen Pittel

Die Expertinnen und Experten

Claudia Kemfert leitet seit April 2004 die Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und ist seit April 2009 Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance (HSoG). Für sie birgt eine verschleppte Energiepolitik erhebliche Gefahren für die globale Sicherheit. Die Energiewende sieht sie daher auch als Friedensprojekt.

Weert Canzler ist Sozialwissenschaftler und Mobilitätsforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und seit 2013 Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes Energiewende.

Karen Pittel leitet seit 2010 das ifo Zentrum für Energie, Klima und erschöpfbare Ressourcen und ist seit 2015 Mitglied des bayerischen Klimarats. Außerdem lehrt sie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Volkswirtschaftslehre.

Wolfgang M. Heckl ist als Physiker Generaldirektor des Deutschen Museums und Inhaber des Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation an der TU München. Er berät als Mitglied der Akademie für Technikwissenschaften acatech die Europäische Kommission und die Bundesregierung in Fragen der Nanotechnologie, einem der zukunftsträchtigsten Forschungsgebiete. Vor Kurzem hat er ein in mehrere Sprachen übersetztes Plädoyer für eine »Kultur der Reparatur« verfasst.

Matthias Kleiner ist Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und war 2011 Co-Vorsitzender der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung. Diese empfahl der Bundesregierung den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022.

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