Die Konferenz der Arten

Deutschlands Vielfalt auf der Spur

Die Leibniz-Gemeinschaft und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) laden am 1. und 2. Juli 2016 Experten und interessierte Bürger zum Dialog über die Biodiversität ein. Anlässlich des 370. Geburtstags von Gottfried Wilhelm Leibniz veranstalten sie ein Fachsymposium und einen Open-Air-Salon, eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Fabian Zapatka

1. Juli 2016: Fachsymposium für Artenkenner: Dialog und Datenaustausch

Deutschland verliert rapide an Artenvielfalt – zum Schaden der Lebensqualität künftiger Generationen. Um diesen Verlust verstehen und aufhalten zu können, sind wir auf engagierte Bürger und Experten angewiesen. Das Fachsymposium der Leibniz-Gemeinschaft brachte Akteure der Artenvielfalt an einen Tisch: Etwa 140 Teilnehmer aus Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstituten der Leibniz-Gemeinschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft, vom Naturschutzbund Deutschland, aus Fachgesellschaften, Landes- und Bundesämtern sowie dem Bundesumweltministerium diskutierten über Möglichkeiten der besseren Erhebung und Verknüpfung von Daten zur biologischen Vielfalt.

In ihrer Abschlusserklärung appellieren Fach- und Bürgerwissenschaftler gemeinsam an die Politik, den alarmierend fortschreitenden Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Sie fordern eine bundesweite Langzeiterfassung von Lebensräumen und Artenvielfalt, der Landnutzung und des Schadstoffeintrags. Auf diese Weise wollen sie verlässliche Daten über den Zustand und die Entwicklung der Biodiversität in Deutschland erhalten. Zudem sprechen sich die Unterzeichner der Abschlusserklärung für eine stärkere öffentliche Unterstützung von bürgerwissenschaftlichen Projekten, eine bessere Vermittlung von Artenwissen in Schulen und Hochschulen sowie den Ausbau der ökologischen Forst- und Landwirtschaft aus.

Die Abschlusserklärung im Wortlaut (PDF)

2. Juli 2016: Open-Air-Salon für die ganze Familie: Artenvielfalt und Ehrenamt

Wie bestimmt man eine Tier- oder Pflanzenart? Warum ist die Erhaltung der Artenvielfalt wichtig für die Zukunft? Welche Tiere und Pflanzen sind besonders bedroht? Und wie kann ich dazu beitragen, die biologische Vielfalt zu erhalten?

Beim Open-Air-Salon am 2. Juli in Berlin-Mitte stellten Experten aus Vereinen, Museen und der Wissenschaft mit interaktiven Stationen und lebendigen Exponaten die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt vor: Besucherinnen und Besucher konnten Reptilien beobachten, heimische Wildkräuter probieren, lernen, wie man Tierstimmen aufzeichnet, Totholz untersuchen und bei einer Führung die Stadtflora rund um den Hausvogteiplatz erkunden.

Begleitet wurde die Veranstaltung von einem bunten Bühnenprogramm mit Kurz-Interviews von Artenkennern, einem Podiumsgespräch zum Thema „Wie können wir unsere Artenvielfalt schützen?" und Musik der Humboldt-Big-Band.

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