Über Tierversuche sprechen

Leibniz-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erklären in einer Videoreihe, warum sie für ihre Forschung auf Tierversuche angewiesen sind. Und wie sie mit dieser Verantwortung umgehen.

Rund 20 der 88 Leibniz-Institute sind auf Tierversuche angewiesen, insbesondere in den Lebenswissenschaften. Sie wollen durch Grundlagenforschung neue Therapien, Medikamente und Technologien gegen Volkskrankheiten ermöglichen, aber auch das Wohl der Tiere verbessern, beispielsweise in der Nutztierhaltung.

Die Verantwortung für das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Tiere nehmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft sehr ernst. Tierversuche erfolgen nur dann, wenn es unvermeidlich ist. Dies ist der Fall, wenn die Ergebnisse durch keine andere Methode – etwa Zellkulturen oder Computermodelle – gewonnen werden können. Sehr oft handelt es sich dabei um die Erforschung menschlicher Krankheiten wie Krebs, HIV, Diabetes oder Malaria; aber auch um die Analyse von Alterungsprozessen, die für die Behandlung von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson notwendig ist. Unverzichtbar sind Tierversuche auch für ein besseres Verständnis höherer Hirnfunktionen. Untersuchungen an Nutztieren ermöglichen es, die Haltungsbedingungen für die Schweine, Rinder und anderen Tiere zu verbessern.

Transparent und umfassend über Tierversuche zu informieren, ist den Instituten ein wichtiges Anliegen. Mehrere Leibniz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler haben ihre Labore geöffnet und vor der Kamera darüber gesprochen, warum sie für ihre Forschung auf Tierversuche angewiesen sind und wie sie mit der Verantwortung für das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Tiere umgehen.

1. Cliodhna Quigley, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen


2. Stefan Treue, Deutsches Primatenzentrum, Göttingen


3. Dirk Montag, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Magdeburg


4. Sandra Düpjan, Leibniz-Institut für Nutztierbiologie, Dummerstorf


5. Tanja Maritzen, Leibniz-Institut für molekulare Pharmakologie, Berlin


6. Ilse Denise Jacobsen, Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Instiut, Jena


7. Animationsfilm: Tierversuche in der biomedizinischen Forschung

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