Mein Weg in die Wissenschaft

... mit Katharina Scherf

Bereits als Studentin habe ich in den Semesterferien eine Forschungsarbeit zum Nachweis von Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln durchgeführt. Der kurze Einblick in die Forschungswelt hat mein Interesse geweckt, diesen Weg weiterzuverfolgen. Wichtig waren dabei für mich auch die Begeisterung und der Ideenreichtum meiner Professoren. Nach dem Studium widmete ich mich neuen Methoden, mit denen sich der Kochsalzgehalt im Brot reduzieren lässt. Nach drei Jahren intensiver Arbeit war es dank meiner Erkenntnisse möglich, die Salzzugabe zu verringern, ohne dass das Brot seinen typischen Geschmack verliert.

Wie es der Zufall wollte, wurde ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie frei. Ich war mir nicht sicher, was genau auf mich zukommen würde, aber nach einigen Überlegungen und Gesprächen beschloss ich, die Stelle anzunehmen.

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass mein neues Thema, die Erforschung der Ursachen von Weizenunverträglichkeiten, nicht nur hochaktuell und spannend ist. Es trägt auch direkt zur Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen bei. Welche Hoffnungen sie in meine Forschung setzen, wird in persönlichen Gesprächen sehr deutlich. Diese Gelegenheiten sind für mich besonders interessant und inspirierend.

Brot aus Weizen: für Menschen mit Zöliakie nicht verträglich

Zur Person

Katharina Scherf ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie, einem Leibniz-Institut in Freising. Ihre Forschung beschäftigt sich mit analytischen, immunologischen und biochemischen Aspekten von Zöliakie, Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität und Weizenallergie. Katharina Scherf koordiniert das neue Leibniz-Projekt WHEATSCAN.

Mehr lesen

Projekt WHEATSCAN

Top